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PV-Anlagen auf den Dächern von Rechenzentren – gut für die Umwelt und eine lohnende Investition
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Auf Rechenzentren installierte PV-Anlagen erscheinen auf den ersten Blick wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Auf dem Dach eines typischen Rechenzentrums wird mit durchschnittlich 3–5 % nur ein sehr geringer Teil des benötigten Stroms erzeugt.
Selbst der im Idealfall erreichbare Wert ist nicht überzeugend. Die Sonne liefert in Deutschland an Sonnentagen ca. 1 kW pro qm. Die Photovoltaik-Module nutzen allerdings nur ein geringes Spektrum, es werden 0,2 kW Strom pro qm erzeugt. Ein Rechenzentrum benötigt im Durchschnitt aber 2,5 kW pro qm. Also selbst zur besten Zeit des Tages kann man gerade mal 8 % seines Stroms selbst erzeugen.
Was soll es also bringen, PV-Anlagen auf Rechenzentren zu installieren? Tatsächlich sehr viel, wenn man Folgendes berücksichtigt:
- 100 % Eigenverbrauch
Eine eingespeiste Kilowattstunde wird je nach Inbetriebnahme der Anlage mit 5 bis 10 Cent vergütet. Durch die Ersparnis sämtlicher Netzentgelte und Zusatzbestandteile des Strompreises ist eine selbst verbrauchte Kilowattstunde ca. 4 x so wertvoll wie eine eingespeiste Kilowattstunde. - Senkung des Leistungspreises
Anders als privater Strom wird Gewerbestrom nicht nur nach Arbeit (abgenommene Kilowattstunden), sondern auch nach Leistung bezahlt. Hier wird der höchste innerhalb eines Monats oder Jahres gemessene Wert angesetzt und in Rechnung gestellt. Rechenzentren haben die günstige Eigenschaft, dass der höchste Energieverbrauch in der Regel an warmen Tagen in der Mittagszeit anfällt. Zu diesem Zeitpunkt konsumieren die Kühlsysteme die meiste Energie. Die Server hingegen konsumieren den Strom in der Regel gleichmäßig. Der höchste Verbrauch eines Rechenzentrums fällt also mit dem höchsten Ertrag einer PV-Anlage zusammen. Die PV-Anlage wirkt wie ein Peak-Shaper und kann in der Regel mehrere tausend Euro, teilweise zehntausende Euro an Leistungspreis abschmelzen.